Kung Fu / Gongfu / Wushu

Kung Fu / Gongfu / Wushu - eine ganzheitliche Kampfkunst
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Kung Fu ist ein Synonym für chinesische Kampfkünste

Shaolin Kung Fu ist eine ganzheitliche Kampfkunst.Es enthält Angriffs- und Abwehrtechniken zu Attacken mit Schlägen, Tritten, Würfen und Griffen. Kung Fu dient jedoch nicht nur der Selbstverteidigung sondern vor allem auch der Förderung der Gesundheit und der Entwicklung von Körper und Geist. Wushu bedeutet übersetzt Kriegskunst. Jedoch wird der Begriff Wushu seit den 1950er / 1960er Jahren als eine Zusammenstellung von einigen Formen der traditionellen chinesischen Kampfkünste genutzt. Der Begriff Wushu wird daher oft als den sportlichen Aspekt des Kung Fu angesehen. Der Begriff Kung Fu heisst übersetzt Arbeit wird aber als Oberbegriff für die Kriegs- und Kampfkünste des Wushu genutzt. Die legendären Shaolin Mönche sind die Meister der chinesischen Kampfkünste - des Kung Fu. In China geniessen die Shaolin ein hohes Ansehen.

Kung Fu ist eine Balance aus Kraft und sanfter Bewegungen. Kung Fu ist geprägt von komplexen Bewegungsabläufe. Von Kopf bis Fuß wird der gesammte Körper wird genutzt. Bewegung, Technik, Schnelligkeit, Stärke, Präzision, Konzentration, Ausdauer sind wichtige Attribute für das Kung Fu. Disziplinierte Schüler können den Meister-Titel in zehn Jahren ereichen. Wille, Disziplin, Ausdauer, ständiges lernen und stetige Übungen sind Vorraussetzungen für den Erfolg. Ein Meister im Kung Fu wird Shifu genannt. Dies bedeutet soviel wie Lehrer und Vater. Haltung, Respekt, Freundschaft und Herzlichkeit sind weitere wichtige Tugenden im Kung Fu. Ein Shifu und sorgt dafür, seine Kinder zu guten Menschen zu erziehen. Kung Fu lehrt seine Schüler ein besserer Mensch zu werden. Es wird angestrebt ein gutes, fröhliches Leben zu leben.

Sei ein guter Mensch und tue Gutes!

Geist und Körper werden trainiert um sich auf das Schlimmste vorzubereiten und um sich gegen Gefahren zu schützen. Das Kung Fu ist vorallem auch ein Kampf mit und gegen sich selbst. Es ist ein Kampf gegen seine eigene Schwächen wie z.b. Faulheit, Bequemlichkeit, ect. Tägliches Training und ein routinierter Tagesablauf sind ein Muss für alle guten Schüler. Bewegung und Atemtechniken sind der Kern der Shaolin. Das Grundlagentraining umfasst das dehnen aller Körperteile sowie diverse Bewegungsabläufe. Durch ständige Wiederholung werden komplexe Bewegungsabläufe verinnerlicht. In der chinesischen Philosophie sind Körper und Geist miteinander verbunden. Beweglichkeit und Schmerzen ertragen können sind wichtige Vorraussetzung für einen erfolgreichen Shaolin. Eine starker Wille sind ebensowichtig wie körperliche Kraft. Schwachstellen des Körper werden abgehärtet. So werden bei den Shaolin z.b. die Finger, die Fäuste, der Schädel, der Kehlkopf und andere Körperteile durch ständig wiederholte Übungen abgehärtet. Der Geist und der Körper wird trainiert und abgehärtet. In China leben die Shaolin Mönche führen ein bescheidenes Leben und ernähren sich von vegetarischer Nahrung. Kung Fu ist eine Art zu leben. Eigentlich braucht man mehr als ein Leben um alle Künste des Kung Fu zu meistern.

Kung Fu ist das Unterfangen des Menschen, sich durch ständiges Bemühen zu vervollkommnen.
Taisha Abelar

Im Kung Fu wird zwischen nördlicher und südlicher Stil sowie zwischen äußerer und innerer Stil unterschieden. Insgesamt gibt es mehr als 360 chinesische Wushu Kampfkunst-Stile. Bevor mit der Waffe gekämpft wird, müssen Techniken ohne Waffen gemeistert werden. Dim Mak ist die Kunst Vitalpunkte zu treffen. Das Schwert ist die König der Waffen. Weiter Waffen sind der Säbel, ein Säbel an einem Stock (eine Art Hellebarde), die Lanze mit Speer sowie der Langstock. Der Langstock ist die wohl einfachste Waffe, dieser hat sich im Kampf allerdings als äusserst effektiv bewiesen. Im Kampf wird zwischen Nah- und Ferndistanz unterschieden. Das Qi Gong ist ein weiterer wichtiger Aspekt des Wushu. Das Qi ist eine Energie die vom Unterbauch in den gesammten Körper strömen kann. Durch Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform wird die Lebensenergie Qi gestärkt. Hierbei ist ein natürliches Ein- und Ausatmen ist wichtig. Durch Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen wird eine Leistungssteigerung erreicht. Das Stretching des Körpers spielt auch eine große Rolle. Es öffnet die Meridiane des Körpers, für einen besseren Energiefluss. Diese Energie ist selbst mit einer Wärmebildkamera messbar. Es wird zwischen Inneren und Äusserer Energie unterschieden.

    Wichtige äußere Stile im Kung Fu:
  • Shaolin Kung Fu
  • Chang Quan
  • Tang Lang Quan
  • Ying Zhao Quan
  • Wing Chun
    Wichtige innere Stile im Kung Fu:
  • Qigong
  • Wudang Quanfa
  • Tai-Chi Chuan
    Wesentliche Merkmale vom nördlichen Kung Fu Stil:
  • viele kraftvolle Techniken
  • viele Würfe und Fußstöße
  • eine eher breite Stellungen
  • eher ausladende Bewegungen
    Wesentliche Merkmale vom südlichen Kung Fu Stil:
  • wenige Würfe
  • wenige Fußstöße
  • kurze Techniken
  • eine eher engere Stellungen

Die Geschichte des Wushu lässt sich bis in das 5. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Anfänge reichen jedoch zurück, bis vor unsere Zeitrechnung. Die Kampfkünste der Shaolin Mönche reichen zurück bis auf die antiken Schlachtfelder Chinas. Die Wiege der Shaolin-Kloster liegt im Zen Buddismus. Der Zen Buddismus ist das religiöse Fundament der Shaolin und die Natur ist eine wichtige Inspirationsquelle für viele Aspekte des Wushu. Die Shaolin-Mönche spielen eine Schlüsselrolle in der Verteidigung Chinas und konnten über 1500 Jahre Frieden in China bewahren. Die Shaolin entwickelten Ihre Kriegskünste um sich gegen Räuber und Rebellen verteidigen zu können. Neben regionalen Mächten wurden auch westliche Kolonisatoren bekämpft. Jegliche Unterdrückung durch Gegner sollte vermieden werden. Durch hartes Training haben die Shaolin sich auf Krieg und Kampf vorbereitet. Die Techniken des Kung Fu verbreitete sich auch in andere, umliegende Länder. Über die heutzutage japanische Insel Okinawa gelangte diverses Wissen über diese Kriegskunst nach Japan, wo Sie schliesslich mit den japanischen To-Te Kampftechiken zu den uns bekannten japanischen Samurai- und Budotechniken verschmolz. Das diesen Techniken haben sich dann später diverse Budosportarten wie z.B. Judo, Karate, Jujutsu, Sumo oder Kendo, entwickelt. Heutzutage erfreut sich das Wushu (bzw. das Kung Fu) in China großer Beliebtheit. Dabei wären das Wissen beinahe ausgestorben. Nach einer Besetzung und einem Brand des Shaolin Klosters in 1928 wurden viele Schriftstücke vernichtet. Ca. 50 Jahre lang lebte ein Großteil vom Wissen des Wushu in den Köpfen wenige Mönche weiter. Erst im Jahre 1980 wurde das Wissen mit Hilfe der Chinesischen Regierung gerettet. Alle noch lebenden Shaolin Großmeister wurden gefragt Ihr Wissen aufzuschreiben und weiterzureichen. Mit Hilfe der chinesischen Regierung wurden neue Shaolin Schulen errichtet. Heutzutage gibt es zehntausende Shaolin Mönche.


Videos zu der Kampfkunst und dem Kampfsport Kung Fu / Gongfu / Wushu:

Best of Wushu - Ein kurzes Präsentationsvideo für die 12. World Wushu Championships (2:46 min)
I am a Wushu Practitioner - Ich bin ein Wushu Kämpfer (eng. / 3:55 min)
Was ist Wushu? Ein Präsentationsvideo von Apex Modern Wushu (6:37 min)
Eine kurze Dokumentation über einen Shaolin Kung Fu Mönch (eng. / 14:08 min)
Eine Dokumentation über die Shaolin Mönche und Ihre Kung Fu Kampfkunst (de. / 48:39 min)

Informationsquellen und weiterführende Information über Wushu & Kung Fu: